Luftwirbel traveling... Island

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Auf einem schmalen Pfad durchs Gras können wir zur Grafarkirkja, der ältesten Torf-Kirche Islands laufen. Das weisse hinten auf den Hügeln ist Schnee.

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Bevor es weitergeht noch ein Schluck Kaffee aus der Thermoskanne.

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Am unteren Ende des Fjords biegen wir auf die 75 ab und peilen Sauðárkrókskirkja an.

Direkt bei der Ortseinfahrt gibt es eine OB-Tankstelle. Wunderbar – doch leider will die unsere EC-Karte nicht. Die zweite, eine Orkan-Tankstelle will unsere Karte auch nicht. Gegenüber der Tankstelle ist eine Wiese als Campingplatz ausgeschildert. Aber es ist niemand da. Irgendwie komisch. Ob er überhaupt offen hat?

 

Eigentlich liebäugeln wir mit einem Campingplatz in ca. 20 Kilometer Entfernung auf der nächsten Halbinsel. Der wäre einfach toll gelegen, Aber es ist aber eine Sackgasse. Falls der Campingplatz geschlossen ist, so würde das bedeuten, dass wir 20 KM Piste hin und 20 KM Piste zurück fahren müssten – und dann immer noch kein Schlafplatzt hätten. Mir ist echt kalt und der Wind zerrte an den Kräften. Ja, ich weiss. Locker lassen ist auch bei sturmähnlichen Winden angebracht…nur leider in der Ausführung nicht ganz so easy. Es war ein super gächer Fahrtag mit tollen eindrücken, aber so langsam meldet sich das Bedürfnis nach Feierabend. Die Uhr zeigt 17 Uhr.

Aber jetzt hier bleiben und direkt gegenüber der nicht funktionierenden Tankstelle 2, direkt an der Hauptstrasse nächtigen? Ne, soooooo gross ist das Bedürfnis denn doch wieder nicht. Ein bisschen hübsch, beziehungsweise einladend darfs schon sein.

 

Bei der dritten, einer N1-Tankstelle, klappt es einwandfrei. Der Sprit kostet 1,73 Euro pro Liter

 

 Während Martin tankt ruf ich auf dem Campingplatz (in 20 Kilometer Schotter-Sackgasse) an. Leider ist die Nummer ungültig. Dann suchen wir uns was anderes und studieren die Karte.

Ca. 25 KM südlich von uns liegt die Ringstrasse. Dort in der Ortschaft Varmahlíð ist der nächste Campingplatz eingezeichnet und zwei weitere in unmittelbarer Nähe. Lass es uns da versuchen. Und schon schwingen wir uns wieder aufs vollgetankte Motorrad.

Die Umgebung ist stark Landwirtschaftlich geprägt. Die Abendsonne bringt das Getreide zum Leuchten. Und mitten in den Feldern stechen hunderte weisse Heuballen hervor. Was für ein sagenhafter Anblick, den wir uns so in Erinnerung behalten müssen. Der wind peitscht seitlich aufs Motorrad. Anhalten und Fotos machen ist keine Option.

 

17:50 Uhr: Varmahlíð ist eine kleine Ortschaft mit 132 Einwohner. Es gibt eine N1-Tankstelle und eine Strasse, welche zum Campingplatz hoch führt. Er liegt, zu unserem Erstaunen relativ windgeschützt. Wir suchen uns eine Bucht mit einem runden Tisch aus.

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Mit einem Schweizer (usem Riehtal) kommen wir ins Gespräch. Er ist schon das dritte Mal in Island. Sein empfehlenswertester Tipp ist die Nord-Süd Kreuzung übers Hochland bei Lauganamanr.

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Zum draussen kochen und essen ist es zu windig. Toll, dass wir mit dem Winnetou so ein praktisches Vorzelt haben und es uns echt super gemütlich machen können. Kochen, Essen, Schlafen.

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Wir haben von anderen Reisenden gehört, dass der Norden langweilig sei. Denn im Nordwesten Islands gibt es keine aktiven Vulkane und auch die grossen Gletscher haben sich schon vor langer Zeit zurückgezogen. Im landwirtschaftlich geprägten Hinterland gibt es ausser ein paar Schluchten und Seen nicht viel zu sehen. Zumindest was spektakuläre Sehenswürdigkeiten angeht, erscheinen die Erzählungen der Ringstrassenfahrer, ist der nördliche Teil eine ziemliche durststrecke. Uns gefällt es hier im Norden aber so gut, dass wir auch Morgen weiter Nordwestlich fahren werden. Schliesslich wartet die nächste Halbinsel „Skagi“ auf uns 😊.

Camping Varmahlíð

 

2 Personen im Zelt + Motorräder

 

 

 

Da haben wir uns gestern ein schönes Plätzchen ausgesucht :-).