Luftwirbel traveling... Island

Zelten im fremden Garten

 

1050 KM Autobahn vom Fischbachtal bis Hirtshals. Das kann man mit dem Motorrad zurücklegen, werden wir aber nicht tun. Wir werden unsere Motorräder auf den Hänger laden und im Volvo ganz gemütlich Richtung Norden fahren. Optimal wäre eine Übernachtungsmöglichkeit in Dänemark, wo wir das Auto für 3 Wochen stehen lassen könnten.

Auf “Homecamper.de“ finden wir einen Idealen Garten zum Übernachten.

 

Wir kennen die Plattform Homecamper noch nicht lange, sind im Juni 2021 per Zufall darauf gestossen. Die Idee gefiel uns auf Anhieb. Jeder kann seinen Garten zum Campen (Zelt, Wohnwagen und oder Wohnmobile) für wenig Geld zur Verfügung stellen.

In Dänemark bieten aktuell 8 Leute Ihren Garten an. Für uns aber in Frage kommen nur 2 davon, weil alle anderen zu abseits unserer Route liegen. Ideal scheint uns der Garten in Galten, nähe Aarhus. Jonas bestätigt unsere Buchungsanfrage mit „The date are fine, and we should be able to find a parking spot for you too“. Perfekt. 13 € kostet die Nacht im Zelt auf seinem Grundstück. Fürs Gespann werden wir ihm einfach einen kleinen Obolus überreichen.

Galten liegt 880 Kilometer von Zuhause und knapp 200 KM von Hirtshals entfernt.

Das ist wirklich perfekt.

Natürlich bieten auch wir unseren Garten zum Zelten an. Und wir hatten im Juli 2021 sogar unsere ersten Gäste.

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Ein junges Pärchen aus Frankfurt, Ziel München - mit dem Velo. Freitagabends nach der Arbeit brachen die beiden auf und wir waren Ihre erste Haltestelle. Ihre erste grosse Fahrradtour. Mit Umwegen und völlig erschöpft trafen sie kurz vor 23 Uhr bei uns ein, drei Stunden später als ursprünglich gedacht. Aber sie sind da. Das ist doch die Hauptsache.

Gemütliche Gespräche und eine „lange“ Nacht nahmen Ihren Lauf.

Am nächsten Morgen fuhren sie weiter.

Und auch wenn sie Ihr Tagesziel von 80 bis 100 Kilometer nicht erreichten so gaben sie nicht auf. Im Gegenteil. Am dritten Tag entscheiden sie sich spontan, ein Stück mit der Bahn zurückzulegen und dann für die letzte Etappe wieder aufs Rad zu steigen. Genau so darf ein Abendteuer aussehen. Aufbrechen ins ungewisse, man kann vorher ja nicht wissen, ob man die 400 KM schafft. Flexibel reagieren und immer das Beste daraus machen. Wir glauben, das ist Ihnen gelungen und für uns war es eine echt coole Begegnung.

Im November übernachteten noch zwei Franzosen bei uns. Das war, mit ein paar sprachlichen Hürden, ein genauso lustiger Abend.

72 Stunden

So langsam wird es spannend. Unser PCR-Test darf beim Betreten des Schiffs nicht älter als 72 Stunden sein. Am Samstag, 28.08.2021, um 16 Uhr fährt die Fähre los.

 

Heute, Donnerstag der 26.08.2021 – 07:30 Uhr, wir betreten die Praxis unseres Hausarztes. Die Praxishelferin steckt uns je ein PCR-Stäbchen in den Rachen und verpackt diese fürs Labor. Wir benötigen die Ergebnisse per Mail, da wir Morgen früh bereits aufbrechen. Hoffentlich klappt das alles. Ohne Negatives Testergebniss (in Englischer Sprache) kommen wir nicht aufs Schiff.

Ab jetzt ist äusserste Vorsicht geboten. Mindestens bis zum dritten Folgetest in 6-7 Tagen dürfen wir uns auf keinen Fall anstecken! 

Natürlich wollen wir uns generell nicht anstecken! Aber jetzt hängt unser Jahresurlaub und richtig viel Geld dahinter.

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Ein letztes Mal die Packliste durchgehen und die Motorräder auf den Hänger laden. Morgen früh bleibt dazu keine Zeit.