Luftwirbel traveling... Island

Wir beziehen die Kabine REYÐKOLLUR.

Auf jeder Tür ist ein „anderer“ Vogel abgebildet. Eine total coole Idee, finden zumindest wir – und freuen uns über solche „Kleinigkeiten“. Auf der Innenseite der Türe steht dann zu jenem Vogel eine kleine Beschreibung. Auch in Deutsch.

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By the Way: „Smyril“ ist der färöische Name für den Merlin, den einzigen auf den Färöern heimischen Greifvogel. Behauptet zumindest Wikipedia. 

Die Fähre legt ab. Normalerweise ist man an Deck und verfolgt, wie das Schiff den Hafen verlässt. Doch wir bleiben wo wir sind und Flözen uns aufs Bett.

 

WIR sind auf der Fähre Richtung ISLAND. Was für ein tolles Gefühl.

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Nach dem Duschen erkunden wir – vorsichtig wie wir sind – das Schiff. Spätestens zum z´Nachtessen müssen wir unsere Kabine eh verlassen.

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Kleiner Rundgang

Wir "wohnen" auf Deck 7. Doch fangen wir ganz "unten" an:

Bis Deck 4 sind die Fahrzeuge. Der Zugang ist während der Überfahrt verschlossen.

Auf Deck 5 befindet sich die Rezeption und der Duty-free-Shop. Hier werden wir uns nachher eindecken. Ebenfalls auf Deck 5 befindet sich das gemütlich aussehende Kaffee Undirhúsið mit Leseecken und einer Bar (Bücherkaffee). 

Direkt gegenüber die Nóatún Cafeteria. Hier haben wir für heute und morgen Abend Essen gebucht. Abendessen kostet hier 17 € (mit oder ohne Vorausbuchung).

 

Auf Deck 6 entdecken wir das Buffetrestaurant, Skansagarður. Da es preislich etwas teurer als das Nóatún ist, haben wir hier nur einmal, und zwar für den letzten Abend der Rückreise gebucht. Sozusagen unser „Abschlussmahl“.

Abendbuffet 34 Euro mit Vorausbuchung (ohne Buchung 40 Euro).

 

Definitiv außerhalb unserer Preisklasse ist das Gourmetrestaurant “Munkastova”, welches sich auch auf Deck 6 befindet.

Die kleinste Auswahl, ein 3-Gang Menü kostet 50 Euro mit Vorausbuchung (ohne Buchung 64 Euro). Beim 7-Gang Menü liegt der Preis bei 91, bzw. 118 Euro.

 

Einen Stock höher, im siebten sind wir wieder bei unserer Kabine. Auch ein Spielsaloon gibt es hier.

Weitere Kabinen befinden sich auf Deck 8 und 9. Von Deck 9 kommen wir aufs Aussendeck. Vorne gibt es drei Hot-Tubes und ein Fussballplatz. Der Heli Landeplatz befindet sich ganz hinten.

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Zum Schluss erreichen wir Deck 10 und stehen mitten in der Sky-Bar Laterna Magica. Wow, ein echt tolles Ambiente! 30 Meter über dem Meer bietet sich hier ein spektakulärer Panorama-Blick über den Ozean.

Wir können gar nicht anders und setzten uns direkt auf ein Zweiersofa. Mit Blick aufs offene Meer.

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Martin bestellt sich ein Bier, ich habe Lust auf einen Cappuccino. Echt gemütlich. Ich lege meinen Kopf an Martins Schulter. Glücksgefühle überkommen mich. Ich kanns nicht beschreiben, aber es ist einfach unglaublich. Wir sind auf dem Schiff. Die nächsten drei Tage werden wir umgeben von Wasser sein. Viel Wasser. Einfach ein überwältigendes Gefühl.

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Was auffällt: So gut wie niemand trägt eine Maske. Noch nicht mal die Crew. Man kann von der Sinnigkeit der Maske halten was man will, aber irgendwie verwundern tut’s uns dann doch. In jedem popeligen Restaurant muss der Mund und Nasenschutz getragen werden, mittlerweile sogar auf dem Parkplatz vorm Supermarkt. Und hier auf der Fähre nicht?

Eine Durchsage erklingt. „Falls sich ein Arzt an Board befindet, so möchte er doch bitte die Rezeption auf Deck 5 aufsuchen“.

Als sich die Skybar füllt, so verziehen wir uns in unsere Kabine.

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Abends gehen wir ins Nóatún essen.

Für die 17 € erwartet uns ein Buffet mit sehr leckeren Karoffeln, Fleisch mit Pfeffersauce und Fisch an weisser Sauce. Plus 3 verschiedene Salate.

Teller werden an der Kasse verteilt. Wer ein „Essen“ kauft oder auf der Liste der Buchungen steht, der bekommt einen weissen Teller. Mit diesem kann man dann so oft am Buffet nachschlagen wie man möchte. Wer Hamburger, Pommes oder Sandwiches kauft, der bekommt einen anderen Teller. So kann die Crew gut unterscheiden, wer sich am Buffet bedienen darf und wer nicht.

Getränke kosten extra. Pizza gibts für Kinder kostenlos.

Wir wollen uns nicht beklagen. Insgesamt sehr lecker.

 

Satt und zufrieden schlendern wir zum Duty-Free, um uns mit Wasser und Süssigkeiten einzudecken.

 

XXL-Packungen von Haribo, Toblerone und co. interessieren uns nicht. Diese Marken kann man überall kaufen. Wir suchen was, dass wir nicht kennen, was, dass es bei uns nicht zu kaufen gibt. z.B. LAVA (Schokolade).

So viele Lackritz-Süßigkeiten habe ich in meinem Leben noch nie gesehen. Es gibt mehrere Gestelle mit unterschiedlichsten Lakritzen. Die Isländer und die Dänen stehen da voll drauf. Wir jedoch gehören jetzt nicht wirklich zu den Lakritz-Fans, aber auch aus dieser unendlich grossen Auswahl suchen wir uns was aus. Runde weisse Schoko-Kugeln mit Lakritz Kern. Wers nicht probiert… kann nicht wissen ob er mag. Ganz einfach.

Dazu kaufen wir Wasser und Chips. Schade, dass es stilles Wasser nur in kleinen Fläschchen und nicht in 1.5 Liter Flaschen gibt.

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Zurück in der Kabine probieren wir sofort unsere Errungenschaft: Die Lava ist Hammermässig lecker. Davon werden wir noch gute Abnehmer werden. Aber dazu später. Auch die Lackritzkugeln schmecken erstaunlich gut. Das hätte ich ja tatsächlich nicht erwartet.

 

Die See ist ruhig. Wir sitzen in unserer Kabine. Martin lernt für sein Studium und ich studiere das Fotobuch. Als auf einmal eine Durchsage erklingt, dass in 10 Minuten ein Rettungshelikopter anfliegt.

 

Natürlich ziehen wir uns sofort warm an und gehen nach draussen. Es ist bereits dunkel. Nur die Positions- und die Strobelichter verraten, wo sich der Heli befindet.

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