Luftwirbel traveling... Island

Sonntag 05 September 2022

Zeit unterwegs von 11:38 bis 18:45 Uhr 

Zeit in Fahrt = 2:47 h

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136 KM

  Skagaströnd Vatneses Hvammstangi

Nach so einer Nacht… kein Wunder, dass wir erst gegen 9 Uhr aufwachen. Der Sturm hat sich gelegt und das Zelt ist sogar schon abgetrocknet. Aber es ist und bleibt kalt.

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Das isländische Wetter zeigt heute was es kann: Regen, Sonne und Regen wechseln im Minutentakt. 

Das Wetterphänomen, das sich daraus ergibt ist fantastisch. Ich versuche mal in Worten das Wolkenspektakel aufzuzeigen:

 

Neben uns Dunkel, hinter uns Dunkel und vor uns ist es der Himmel auch Rabenschwarz. Nur da oder dort ein blaues Loch. Ganz besonders Interessant, wir stehen "noch" im trockenen.

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Rundherum regnet es. Die Halbinsel Vatneses, da wo wir heute hinfahren wollen, da jedoch bringen Sonnenstrahlen die Landschaft zum Leuchten (vielleicht ist das ja ein Zeichen) . Genial. Und das ist nur ein kleiner Vorgeschmack, was uns heute an Wetter noch erwartet.  

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Doch zuerst brauchen wir Treibstoff. Gleich in der nächsten Ortschaft Tanken wir an einer N1. Und da es ja auch schon 12 Uhr ist, bestellen wir uns direkt ein Mittagessen. Heute mal keine Hotdogs, sondern eine Portion Fish and Chips und eine isländische Lammsuppe.

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Eins muss man den Tankstellen lassen. Das Essen schmeckt richtig gut. Es scheint uns sogar, dass die Leute sich in den Tankstellen verabreden, um zu quatschen, was zu essen oder zu trinken.

 

Ein junges Pärchen aus München setzt sich zu uns. Sie sind ebenfalls mit den Motorrädern hier. Martin und Dagmar – Wiederholungstäter. Sie erzählen uns von ihrer letzten Islandreise, wo Dagmar sich ein Bein brach und wie sie sich dann organisierten. Immer wieder spannend zuzuhören. Zudem geben sie uns natürlich ein paar Tipps – Landmannalaugar sollten wir auf keinen Fall verpassen.

@Dagmar, Martin, falls ihr mitleset, so meldet Euch doch bitte via Kontaktformular. Dagmar, Du hattest für deine Kamera eine Interessante „Hülle“. Dazu hätte ich glatt ein paar Fragen bezüglich der Beschaffung ;-).

 

Gegen 13 Uhr fahren wir dann (endlich) los. Wir haben heute nicht viele Kilometer vor uns. Nur auf einer ungeteerten Straße die gebirgige Halbinsel Vatneses zu umrunden. Dafür möchten wir uns dort Zeit für Robben beobachten nehmen.

 

Martin und ich haben noch nie Robben in freier Wildbahn gesehen. Die drei grössten Kolonien in der Region findet man, gemäss Reiseführer Loosli, im Osten der Halbinsel Vatneses. Auch im Offroadreiseführer MDMOT ist dort von der grössten Seehundkolonie die Rede.

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Bei Blönduós geht’s für knapp 40 KM auf die 1er (Ringstrasse). Im Vergleich zu den bisher zurückgelegten 880 Kilometer ganz schön viel los. Regelmässig kreuzen uns Autos und es hat viele Schilder mit Sehenswürdigkeiten. Eine der ersten schauen wir uns an. Es handelt sich nicht   um kleine Vulkane, sondern um Grabhügel. Ja-so können einem die Erwartungen täuschen.

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Die „Sehenswürdigkeit“ ist noch in der Entstehungsphase. Zurzeit gibt es eine Parkplatzbaustelle und ein Schild. Und viele kleine Grabhügel.

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Zugegeben, das Pferd auf der anderen Seite weckt mein (fotografisches) Interesse mehr. Und Martin ist von der hier üblichen und schon öferts gesehenen Zaunüberquerung begeistert. Leitern anstelle von Gattern. Interessant.

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Bei Rückenwind, 12-13 °C und wechselhafter Sonne-Regen Komposition. Die darauf folgende 711, eine genauso einfach zu befahrene Naturstrasse, führt uns schlussendlich Nordwärts. Landschaftlich der Hammer. 

Gemütlich im Schlafsack eingemullmt frühstücken wir.

Gegen 11:40 Uhr starten die Motoren.

Alle weiteren Sehenswürdigkeiten, welche wir auf den knapp 40 Kilometer passierenm lassen wir „links“ liegen. Wir wollen zu den Robben. Von der 1er biegen wir auf die unbefestigte 716, bzw. die 717 ab.

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