Luftwirbel traveling... Island

Freitag 27 August 2021

Zeit unterwegs im Volvo von 07:00 bis 20:50 Uhr

879 Kilometer

  Home sweet Home [DE] → Hannover →  Hamburg → Galten [DK]

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Der Volvo ist gepackt. Anhänger beladen. Merlin versorgt.

Um kurz nach 7 Uhr fahren wir los. Auf direktem Weg auf die A7 Richtung Hamburg

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Martin fährt Pausenlos. Nur zum Tanken und oder Pinkeln halten wir an. Unglaublich, ich könnte nie so lange am Stück fahren. Ich kläre während der Fahrt die letzten Corona-Hürden. Sich um das ganze Hickhack zu kümmern wäre übrigens bei einer Anreise auf dem Motorrad schier unmöglich gewesen.

 

Wir erwarten unsere PCR-Testergebnisse per Mail. Sollte eins davon Positiv sein, so können wir direkt umdrehen und nach Hause fahren.

Martins Negatives Ergebnis kommt um 9 Uhr. In Deutsch. Wir benötigen es aber in Englisch. Warten wir ab. Inzwischen versuche ich es mit der Registrierung auf Covid.is. Doch es geht nicht, weil man sich max. 72 Stunden vor der Einreise registrieren kann. Ja klar, aber trotzdem irgendwie Doof. Heute ist Freitag, Ankunft in Island ist am Dienstag. Somit müssen wir dies auf der Fähre tun. Doch gibt es auf Hoher See überhaupt Internet?

 

Martin fährt und fährt und fährt. 14°C Bewölkt.

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Ich rufe bei der Fährgesellschaft an. Die freundliche Dame am Telefon erklärt, dass es auf dem Schiff kostenpflichtiges W-LAN gibt. Dies sei aber sehr schlecht und kostet für 4 Stunden 4,98€. Bei der Rezeption gäbe es zwei öffentliche Laptops, welche man für die Registrierung kostenlos benutzen kann.

Weiter gibt sie uns den Hinweis, dass während dem Zwischenstopp auf den Färöern mobile Daten verfügbar sind und wir uns dann mit unseren eigenen Geräten registrieren könnten.

Das scheint uns die "beste" Option. Was wir jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Die Färöer-Inseln gehören zwar zu Dänemark, aber das bedeutet nicht, dass sie dadurch automatisch zur EU gehören. Keine EU = Keine EU-Roamingverordnung = Achtung Roamingfalle! Das kann teuer werden. Aber noch Ahnen wir von diesem "Problem" nichts.

Da ich Smyril-Line schon am Draht habe, so frage ich doch auch gleich, wie das mit PCR-Test 2 (beim Boarding) läuft. Vor ein paar Tagen bekamen wir eine E-Mail mit der „Erinnerung“ dass wir uns noch nicht für den Boarding-Test angemeldet hätten. Müssen wir uns wirklich anmelden?

„Ja“, bestätigt die Frau uns: „Sie müssen sich online anmelden und den Betrag von 53€ pro Test vorab überweisen“.

Martin biegt von der Autobahn ab und legt einen Tankstopp ein. Ich bedanke mich für die Inforamtionen und beende das Telefonat.

Ich werde mit buchen (und überweisen der Total 106€) abwarten, bis wir unsere Testergebinsse haben.

Kaum sind wir wieder auf der Autobahn, so nehme ich Kontakt mit unserem Hausarzt auf. Denn es ist 11 Uhr und mein Testergebnis liegt noch immer nicht vor.

Die Praxisassistentin ist verwundert. Sie hat bereits beide Ergebnisse erhalten. Beide Negativ. Sie will sich mit dem Labor in Verbindung setzten, dass die uns beide Zertifikate per Mail zusenden -  in Englisch.

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Eine halbe Stunde später noch immer nichts. Ich frage erneut nach. Die Praxisassistentin versteht auch nicht, warum es nicht geklappt hat. Sie will sich erneut beim Labor melden. Danach sind wir auf uns alleine gestellt. Die Praxis schliesst um 12 Uhr.

Eine weitere Stunde zieht ins Land, immer noch nichts im Postfach. Ich rufe direkt beim Labor an. Man sei dran, heisst es.

Um 13:15 Uhr erklingt das langersehnte "Pling". Mein Negatives Ergebnis (in Deutsch und in Englischer Sprache) ist soeben in meinem E-Mail Postfach eingetroffen. Super. Martins ist und bleibt nur in Deutsch. So ein Hick-Hack aber auch.

Jetzt werde ich die PCR-Boardingtest buchen, bezahlen und den Rest der Fahrt mit Martin geniessen.

Gegen 19 Uhr passieren wir die improvisierte Grenzkontrolle der Dänen. Wir werden durchgewunken.

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Mit Taschenlampe bauen wir unser neues Baumwollzelt der Marke Spatz aus Oberuzwil (Schweiz) auf. Nur einmal haben wir Zuhause geübt. Das wars. Logisch, dass unsere Handgriffe noch nicht so abgestimmt sitzen, wie beim Tatonka-Zelt. Das konnten wir gemeinsam Blind aufstellen – bei jedem Wetter.

 

Beim SPATZ WINNETOU müssen wir uns noch finden, WER – WIE - WAS in welcher Reihenfolge macht.

Jetzt in der Dunkelheit, nach einem langen Fahrtag, eine schöne Herausforderung.

 

Es klappt alles. Das Tippi ist zwar nicht perfekt ausgerichtet, aber egal. Zum Übernachten reicht es. Ein Foto davon gibt es erst Morgen. Jetzt ab ins Bett. Ich bin echt müde und höre noch nicht einmal, als unsere Gastgeber irgendwann um Mitternacht nach Hause kamen.

Homecamping Galten [DK]

 

2 Personen im Zelt

 

 

= 13 Euro = 6.50 Euro pro Person

 

mit Frühstück :-)

und 3 Wochen Parking für´s Gespann

 

 

Um 20:50 Uhr sind wir endlich am Ziel. Es ist bereits dunkel. Über drei Stunden Verzögerung, nur durch Stau und sehr kurze Tank- und Pinkelstops.

 

Unser unbekannter Gastgeber schrieb uns vor ein paar Stunden eine Nachricht, dass er noch unterwegs sei und sendet ein Bild, wo wir Auto und Zelt hinstellen können. Das sollten wir hinkriegen.