Luftwirbel traveling... Erzgebirge

Reisetagebuch
Erzgebirge

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Eine Welt für sich. Geprägt von Holzkunst-, Spielzeugläden und Nussknacker.

Ziellos betreten wir unser erstes Lädchen und stehen inmitten einer Miniatur-Zündholzschachtel-Welt. Im nächsten Lädchen erwarten uns Räuchermännchen in allen Farben und Formen. Wir stellen die Motorräder ab und betreten ein weiteres. 

Holla die Waldfee. Definitiv nicht unsere Wellenlänge, aber ganz spannen sowas mal gesehen zu haben. Irgendwie sind wir sprachlos. Was es alles zu kaufen gibt. Hier scheint das ganze Jahr Weihnachtszeit.

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Spannend und auch wirklich sehr Interessant wird’s, als wir mit dem einen oder anderen Verkäufer ins Gespräch kommen. Da spürt man das Herzblut und die Leidenschaft. Handwerkskunst vom feinsten.

Die Tännchen und Tannen auf dem folgendem Bild haben alle Ihre "eigene" Schnitz- und Drechseltechnik. 

Und so kann man sich direkt einen „Wald“ mit Feuerholz zusammenkaufen.

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Als so langsam der kleine Hunger kommt, schlendern wir zu einer der vielen Imbissbuden, die eher ein bisschen abseitssteht. „Die besten Leckereien…. im Umkreis von 5m“, steht gross auf dem Dach. Und obwohl es hier in Seiffen eine doch recht hohe Dichte an Imbissbuden hat, so gibt es im Umkreis von 5 Meter tatsächlich keine andere.

Es wurde uns nicht Zuviel versprochen. Super Lecker und ein freundlich witziger Verkäufer.

 

Wir erkundigen uns nach einem Metzger. Und nur dank der guten Wegbeschreibung finden wir Sie auch. Natürlich fragen wir nach was Lokalem. Die Frau hinterm Tresen erklärt, dass diese Würste mit Sauerkraut und Kartoffeln der hiesige Weihnachtsschmaus sei. Sauerkraut zu Weihnachten? OK, dann gibt es heute Abend ein Weihnachtsessen.

 

So langsam habe ich es gesehen. Doch ein Lädchen betreten wir noch und werden es nicht bereuen.

„Was ist das?“, fragt Martin.

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„Klöppeln“, erklärt uns die Frau mit viel Freude und Engagement und schlägt einen Klöppel über den anderen und steckt gezielt ne Nadel auf Ihr Klöppelbrief (Vorlage). Wer diese Techniken erlernt hat - es gibt eine dreijährige Berufsausbildung Fachrichtung Klöppeln -, erstellt feine Spitzen, Fensterbilder, Deckchen, Anhänger, Schmuck und vieles mehr.

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Am Stausee vorbei…. Der Nebel erwartet uns bereits…. Nur mit dem Unterschied zu heute Vormittag, dass nun auch die Dämmerung schon in vollem Gange ist.  

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Obwohl die ganze Situation bereits etwas „unheimlich“ wirkt, fahren wir bei Cinovec nicht nach Geisingen runter, sondern verbleiben auf der tschechischen Höhenstrasse.

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Das Strässchen verläuft parallel zur grünen Grenze.  An gewissen Stellen so nah, dass die weissen Grenzsteine „zum Greifen nah“ sind. Knapp 58ig Kilometer später verlassen wir die Höhenstrasse und erreichen wir Petrovice. Mehrere Stände (6, um genau zu sein) mit „überall dem gleichen Zeugs“ zieren die letzten 2000m.

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Es ist schon fast wie im Balkan. Der eine hat eine Idee und alle machen´s nach. Aber Hauptsache immer auf engem Raum dasselbe anbieten. Wie das funktionieren soll, haben wir bis heute nicht verstanden.

Zurück durchs Bielatal nach Königstein und gegen 19:30 Uhr erreichen wir die kleine Bergoase.  Das Lagerfeuer brennt bereits. Wir setzten uns zu Kristin und Kai und kochen unser Sauerkraut überm Feuer.

MEGA Lecker.

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Es gibt viel zu Berichten. Kai´s Geheimtipp ein absolutes Traumsträsschen. Vielen tausend Dank.

Und wie war Ihr Ausflug in die Bastei? Anton erzählt, wir lauschen.

Morgen wandern wir auch zur Bastei. 

Einen weiteren Abend mit spannenden Gesprächen und leckerem Bier nimmt seinen Lauf…. und irgendwann legen wir uns in unser kuscheliges Militärzelt und schlafen auch direkt ein.

Kleine Bergoase Fränkische Schweiz

 

2 Personen + 2 Motorräder 

in 1 Zelt 

 

 

= 25 Euro = 12.50 € pro Person

 

ohne Frühstück

Warm duschen kostet extra

 

 

Es wird Zeit die Heimfahrt anzutreten. Auf direktem Weg fahren wir bei Mnisek auf tschechischen Boden und direkt hoch auf den tolle Höhenweg.