




Donnerstag 12.09.2019
Zeit unterwegs von 11:45 bis 16:30 Uhr
Zeit in Fahrt = 3:06 h
Hohe Tatra [SK] → A3 → Snina [SK]
195 Kilometer


Mittwoch, 15.09.2021
Zeit unterwegs von 10:30 bis 15:00 Uhr

Zeit in Fahrt = 3:30h

155 Kilometer
Þórshöfn → via 917 → Seyðisfjörður
Blauer Himmel, kein einziges Wölkchen. Ja gibt es denn sowas? An unserem letzten Tag zeigt sich Island wettertechnisch von seiner sonnigsten Seite, fast so, als wollte es uns mit einem perfekten Abschied beschenken.

Gestern Abend haben wir Philipp kennengelernt, einen Programmierer aus Hildesheim.
Er ist mit seinem VW-Bus auf Island unterwegs, um die Insel zu erkunden. Schnell kamen wir ins Gespräch und sind jetzt natürlich auch auf seine Geschichten gespannt.

Wir setzen Kaffee auf, und als der Duft von frisch gebrühtem Kaffee die Luft erfüllt, fragen wir Philipp, ob er mit uns in den Tag starten möchte. Mit sechs Eiern, Speck und reichlich Brot zaubern wir ein einfaches, aber herzhaftes Frühstück. Gemeinsam genießen wir die entspannte Atmosphäre und tauschen Geschichten über unsere bisherigen Erlebnisse aus.


Nach dem Frühstück heißt es für uns: Zelt abbauen und aufräumen. Doch bevor wir endgültig aufbrechen, unternehmen wir zu dritt noch einen Spaziergang zur Küste.

Auf dem Weg entdecken wir: eine Bauermaschine, ein Traktor, Wellblechhäuser und ein gestrandetes Schiff.



Philip hat uns nicht zuviel versprochen. Eine wunderschöne Aussicht auf das tiefblaue Wasser.





Um 10:30 Uhr brechen wir zu unseren letzten Kilometern auf – und was für ein Genuss bei diesem Traumwetter!

Über den Routenverlauf müssen wir nicht diskutieren. Bis Vopnafjörður gibts eine Asphaltstrasse (85). Danach nehmen wir natürlich die Gravel Road 917 entlang der Küste, welche wir am ersten Tag bereits in die entgegengesetzte Richtung genommen hatten.

Im Gegensatz zu dem ersten Tag dürfen wir heute ganz Legal "Sightseeing" machen. Das tun wir auch.
Ein kleiner Wasserfall verborgen in der Klippe.




Und weiter gehts .....


Besonders die Ostseite des Passes ist uns lebhaft in Erinnerung geblieben. Und tatsächlich, unsere Erinnerung trügt uns nicht: Aus nördlicher Richtung ist die Aussicht nach dem Pass, hinunter auf die Küste mit dem bunten Farben noch gigantischer.


Kaum zurück auf Meereshöhe, scheint die Straße endlos weiterzuführen, bis wir schließlich die Ringstraße 1 erreichen. Kurz darauf rollen wir in Egilsstaðir ein.
Direkt vor der markanten Holzbrücke hält Martin spontan an – er hat eine „Bakari“ entdeckt. Perfekt! Wir nutzen die Gelegenheit, um uns mit ein paar süßen Stückchen und Brötchen für die bevorstehende Überfahrt einzudecken.

„One of this, and one of the left, and das da… und dann noch eins von den Brötchen und … ja genau!“
Ein junger Mann neben uns schaut uns mit einem sympathisch-fragenden Blick an und fragt, ob wir eine Bäckerei aufmachen wollen. Das Eis ist gebrochen, und alle müssen lachen. Mit einer gefühlten Motorradladung an Tüten verlassen wir schließlich die Bakari – bestens ausgestattet.
Ein paar Häuser weiter entdecken wir ein „Kaffii“ und beschließen, einzukehren – wir haben noch genügend Zeit.
Schon von außen lässt der Blick „durch das Fenster“ erahnen, welche verrückten Kreaturen sich hinter der Tür befinden. Das Interieur ist genauso skurril wie charmant.



Der Kaffee, ob Cappuccino oder Americano, schmeckt ausgezeichnet (je 450 ISK). Auch der Kuchen, den wir uns nicht entgehen lassen, ist jede Krone wert – saftig, süß und für 1100 ISK ein Genuss.