Luftwirbel traveling... to Pyrenees

Reisetagebuch

Camargue - Pyrenäen oriental

Verschiebetag:

 

03.09.2018

Hotel Mama (CH) - Camargue (F)

 

735 Kilometer

Nach knapp 200 Kilometer die erste Pinkelpause bei der Raststätte Bavois. Ich habe Kopfweh bekommen und bin froh, dass Martin fährt. Den 1 Franken WC-Bon kann man hier zu 100% beim Autogrill einlösen. Immerhin, das ist doch was Positives.

Kurz nach der Grenze bei Genf müssen wir auch schon das erste Mautticket für die Französische Autobahn lösen.

 

Die Mautkosten von Genf nach Arles (397 Kilometer) kosten uns 44.7 Euro.

 

Heutzutage kann man sich ja ganz einfach ein Bild von einer wildfremden Region machen.

Die Schwemmlandschaft im Rhonedelta sieht auf Google Maps schon irgendwie spannend aus.

Viel Wasser rechts und links und obwohl es mich mega interessiert, wie der Naturpark hier tatsächlich aussieht, ich kann die Augen beim besten Willen nicht mehr offen halten. Mein Kopfweh ist während der Fahrt nicht besser geworden, im Gegenteil. 

Augen zumachen hilft. Wir haben auch auf der ganzen Fahrt so gut wie kein Radio oder Musik gehört.

Gegen 17 Uhr kommen wir auf dem Camping de la Brise in Saint Marie de la Mer an.

Der Campingplatz ist eindeutig für den Massentourismus ausgelegt und ist in Sektoren gegliedert. Uns wird der Sektor S7 zugeteilt. Die meisten Plätze sind nicht wirklich „anmachelig“. Wir finden ein Plätzchen für uns, wenn auch auf dem gegenüberliegenden Sektor S6, und quartieren uns dort, zwischen zwei Hecken, ein.

 

Martin stellt das Zelt und ich geniesse die frische „Brise“. Tut gut den Kopf zu lüften.

 

Im Camping-Lädeli kaufen wir Wasser, Bier und eine Tüte Chips. Zum Z´Nacht essen wir die Sandwichs, welche wir heute früh für unterwegs gemacht haben.

 

Direkt neben dem Camping-Lädeli entdecken wir das Schwimmbad. Darauf werden wir verzichten, denn der Campingplatz hat einen eigenen Standzugang. Eine Gittertüre, welche man per Magnet-Karte öffnen kann. Mein erster Gedanke war „Gefängnistüre“. Allgemein ist dieser Campingplatz nicht besonders „Liebevoll“ eingerichtet. Das ist jetzt unsere ganz persönliche Empfindung.

Wer kein Wohnmobil oder eigenes Zelt dabei hat, kann sich auch eine Hütte oder ein festes Zelt zum Übernachten buchen. Doch auch das Zeltlager sieht eher nach einer Militäranlage aus. Nur zum Übernachten mag das ok sein, aber zum Wohlfühlen fehlt etwas.

 

Jeder Sektor hat ein eigenes WC/Waschhaus. Das Waschhaus in Sektor 6 ist geschlossen, und das Haus vom Sektor 7 ist stinkig und nicht wirklich sauber.

 

Auch ziemlich eklig ist der Hundekot der irgendwie auf dem ganzen Campingplatz an den Wegen entlang zu finden ist. Dabei hat es extra Hundeklos.

Aber was solls. Jetzt sind wir hier und für die nächsten zwei Tage ist dies unser „Zuhause“.

 

Nachdem wir uns eingerichtet haben machen wir einen Abendspaziergang am Strand.

Der hingegen ist mit den kleinen Buchten wirklich wunderschön und ladet direkt zum Baden ein.

Schuhe aus und Barfuss durch den feinen Sand und´s frische Meerwasser. Die Abkühlung an den Füssen tut gut. Allgemein geht es meinem Kopf wieder etwas besser.

 

Alles am Strand entlang erreichen wir nach 1.4 Kilometer das Städtchen Saintes-Maries-de-la-Mer. Eine Stadt vom Tourismus geprägt. Hier ist was los. Die Einkaufsmeile hat inzwischen mehrheitlich geschlossen, dafür tanzt der Bär in der „Fressmeile“. Ein Restaurant nach dem anderen werben mit grossen Paellas´s und günstigen Preisen. Auffallend: Viele bieten Regionales an.

 

Wir schlendern einmal durch und als sich mein Kopfweh wieder bemerkbar macht, laufen wir gemütlich zurück.

Auf dem Weg zwischen dem Städtchen und dem Campingplatz gibt es einen Wohnmobilparkplatz, wo Camper günstig, für 13 Euro, übernachten können. Und so stehen da Wonmo an Wonmo wie auf einer Perlenkette aufgereiht.