Luftwirbel traveling... to Pyrenees

Reisetagebuch

Camargue - Pyrenäen oriental

Das Meerwasser wird in flache, künstlich angelegte Becken geleitet. Durch die wärmende Sonne und feuchtigkeitsaufnehmendem Winde verdunstet ein Teil des Wasser´s, welches dann ins nächste Becken gepumpt wird. Durch weitere Wasserverdunstung steigt die Salzkonzentration der verbleibenden Flüssigkeit (Salzlake) an, bis das Salz schlussendlich am Grund der Becken auskristallisiert. Die verbleibenden Salzschichten werden maschinell „geerntet“ und in Haufen zwischengelagert.

Meinem Kopf geht es etwas besser und so beschliessen wir, noch bis an die Sandstrände ganz unten zu fahren.

Die Strecke ist ein wahres Highlight. Knapp 10 Kilometer führt sie wie auf einem kleinen Damm durchs Wasser. Das ist total schön. Und Flamingos in nächster Nähe.

Der Plage de Piemanson lädt zum Schwimmen ein. Doch wir haben unsere Badesachen nicht mitgenommen.

Der Strand ist Sackgasse. Die schöne Strecke zurück nach Salin-de-Giraud, und von dort wollen wir noch einen kleinen Abstecher ins Vogelreservat machen.

Oh, DI-DR will nicht mehr anspringen. Hmmm??? Bei der Sichtkontrolle fällt uns auf, dass der Benzinhahn leicht leckt. Kann es sein, dass wir so viel Benzin verloren und jetzt nen leeren Tank haben? Eigentlich nicht. Zudem klingen die Symptome eher wie eine leere Batterie als einen leeren Tank. Weiter fällt auf, dass der eine hintere Blinker abgeknickt ist. Vielleicht verursacht dies einen Fehlstrom?

 

Wie auch immer. Koffer abschrauben, das Motorrad so „leicht wie möglich“ machen und anstossen. DI-DR springt an. Ja also, geht doch. An so ziemlich jedem anderen Reiseziel würden wir jetzt den direkten Weg zum Zelt fahren und es nicht darauf ankommen lassen. Aber hier beunruhigt es uns relativ wenig. Und wenn wir mitten im Vogelreservat stecken bleiben, so kommen wir per Anhalter auch zum Campingplatz zurück. Dort steht unser Auto mit Anhänger. Also alles kein Problem, für einmal müssen wir uns keine Gedanken machen. Und wenn DI-DR gar nicht mehr will, so hätten wir ja noch eine Ténéré dabei. 

Der Digue à la mer führt mitten ins Vogelschutzgebiet, dem Parc Ornithologique. Eigentlich ein Wander-Fahrradweg nach Saintes-Maries-de-la-Mer. Ungefähr 4 Kilometer, bis zum Parking gacholle, darf man motorisiert fahren.

Durch den Niederschlag von heute Vormittag ist die schmale Piste mit grossen Wasserlöcher gespickt, welche Martin alle vorsichtig umfährt.

Der „Deich zum Meer“ ist traumhaft. Wunderschöne Natur!!! Rechts und links der Piste Wasser in den unterschiedlichsten Farben. Von Blau, Rot über Grüntöne mit vielen Vögel und wer kann´s erahnen, natürlich Rosa Flamingos. :-)