Luftwirbel traveling... to Pyrenees

Reisetagebuch

Camargue - Pyrenäen oriental

Küstenroute gen Norden

Sandstrand und Festung

 

 

189 Motorrad Kilometer

Das plötzliche „Ableben“ der DR beschäftigt Martin.

Ja klar, würde es mich unter „normalen“ Umständen auch, aber mein Hirn verarbeitet das irgendwie noch nicht so richtig.

 

Martin beschliesst irgendwo ein Batterieladegerät zu kaufen. Schnell ist ein Motorradladen gefunden und so fahren wir gemeinsam auf der Ténéré in die 18 Kilometer entfernte Stadt Perpignan. Da gibt es ein grosser Motorradladen (Dufi), ähnlich wie Polo oder Louis.

Auf dem Rückweg kaufen wir im Ortsteil Sainte-Marie-Plage ein. Wir brauchen einen Snack für heute Mittag und Z´Nacht, sowie für Morgen (Sonntag) Mittag und Abend. Beim Dorfmetzger geht die Kolonne bis draussen vor die Tür. Im grossen Supermarkt „Casino“ finden wir alles was wir benötigen.

 

Mit den ganzen Einkäufen zurück nach Hause. Es ist schon Mittag. Brotzeit; Oliven, Käse, Wurst und Brot.

14 Uhr. Wir steigen erneut aufs Motorrad. Da unser Ausgangspunkt etwa in der Mitte der beschrieben Küstenroute (PYRENÄEN, Dirk Schäfer) befindet, fahren wir heute einfach mal die Route Richtung Norden.

Die D900 ist relativ langweilig zum fahren und führt mehr oder weniger parallel zur Autobahn.

Zu unserer rechten das Mittelmeer mit ihren lang gezogenen Sandstränden. Kurzerhand machen wir einen Abstecher zu einem dieser Strände.

 

Zitat aus dem Buch: „Da die Franzosen nichts so sehr scheuen, wie zu Fuss zu gehen, kann man an die vielen Strände, die sich bis Narbonne-Plage hinziehen, stets mit dem Motorrad fahren“.

So, der Strand war schön zu sehen, jetzt aber weiter. Zurück zur Route und dem GPS-Track auf der doppelspurig ausgebauten D900 folgen. Am Ende der Route soll uns nämlich die in Regenbogenfarben schimmernden Salinen von St.Martin erwarten. Wir sind gespannt.

 

Ein Schlagloch! Wie ein Blitz sticht es in meinem Kopf und schlagartig bekomme ich sehr starke Kopfschmerzen. Wir versuchen es mit einer Pause, doch weiterfahren hat kein Wert. Wir sind noch 28 Kilometer von den beschrieben Salinen entfernt.

 

Viel Wasser trinken und die eingepackten Früchte essen.

 

Die Strecke bis hier hin war bis jetzt nicht besonders schön oder spannend (ausser der grosse Strand). Auf unserer Michelinkarte suchen wir Nebenstrassen, wir wollen keine D900 mehr fahren.

 

Via gemütliche Überlandstrassen nehmen wir die Rückfahrt in Angriff. Meinen Kopf an Martins Schulter gelegt und Augen zu. So lässt sich für mich relativ schmerzfrei mitfahren.

Beim Étang des Leucate gibt es eine Landstrasse zwischen dem Meer und dem Brackwassersee.

Für uns unvorstellbar, warum der Autor die Route auf der langweiligen D900 beschreibt, und nicht die viel schönere Strassen zwischen den Gewässern.