Luftwirbel traveling... to Pyrenees

Reisetagebuch

Pyrenäen oriental

Verschiebetag:

 

10.09.2018

Vom Mittelmeer in die Pyrenäen

 

109 Kilometer

Heute verlassen wir definitiv das Mittelmeer und ziehen in die Pyrenäen, welche die Grenze zwischen Frankreich und Spanien bilden.

 

Unser Ziel: Camping du Lac in Matemale, Frankreich.

 

Duschen, Sachen packen und uns vom katalanischen Pärchen verabschieden.

 

Es ist etwas vom schönen, wenn man so spontan unterwegs sein kann, wie wir es sind. Ohne den Tipp der Katalanen wären wir mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht in Matemale gelandet. Jetzt aber steht fest, wir fahren dahin, wo sie es „schön“ finden. Wenn es uns nicht gefällt, können wir jederzeit weiterreisen.

Seltene Auswahl; So viele Campingplätze auf einem Haufen finden wir auf unseren Reisen selten vor.

Solche Bilder gehören nun der Vergangenheit an. Wir sind froh, dass es in Matemale überhaupt ein Campingplatz hat, und der auch geöffnet ist.

Matemale liegt nur etwa 100 Kilometer entfernt und ist in gut 2 Stunden erreichbar. Die N116 führt uns in Landesinnere. Vorbei an Perpignan und schon bald verlassen wir das „Flachland“. Die Landschaft wird gebirgiger, links und rechts von uns erheben sich die Pyrenäen.

 

Wir kommen mit unserem Gespann gut voran. Die Nationalstrasse 116 ist eine krass ausgebaute Kurvenstrecke. Bald zeigen sich die ersten Häuser aus Stein.

 

Bevor wir unser Ziel erreichen, wollen wir noch irgendwo einkaufen.

Mont-Louis ist die letzte grosse Ortschaft, bevor wir die N116 verlassen und „in die Käffer“ fahren werden.

 

Wir parkieren unser Gespann und bewundern die mächtige Stadtmauer.

Wikipedia:

Seit 2008 gehören die Zitadelle, die Stadtmauer, sowie ein Teil der Festigungsanlagen von Mont-Louis zum UNESCO-Welterbe.

 

„Brrrr, Wo sind eigentlich unsere Jacken“? Hier auf 1500 Meter über dem Meeresspiegel ist es nicht mehr ganz so warm wie am Mittelmeer.

 

Die frische Luft tut gut.

Zu unserer Überraschung herrscht in der Stadt absolut tote Hose. Abgesehen von einem Kaffee haben alle anderen Läden und Einkaufsmärkte geschlossen. Mittagsruhe.

Was soll´s, irgendwo werden wir schon noch die Möglichkeit zum Einkaufen finden.

 

Direkt nach Mont-Louis biegen wir von der Nationalstrasse ab und siehe da, keine 400m weiter ein Gemüsestand am Strassenrand. Wunderbar, Obst und Gemüse hätten wir schon einmal.

Nochmals 10 Kilometer später erreichen wir den Campingplatz „le Lac“ in Matemale.

Ein Mann im Überkleid begrüsst uns. Die Rezeption hat noch geschlossen. Wir können das Zelt aufstellen wo wir wollen, und wenn dann seine Frau da ist, können wir uns anmelden. Sehr sympathisch. Zu Fuss laufen wir üben den beinahe leeren Campingplatz und suchen uns ein schönes Plätzchen unter Bäumen und zwischen Hüttchen. Gerne hätten wir am Ufer gezeltet, aber wir finen den See nicht.

Zelt aufstellen und die Ténéré startklar machen. Wir wollen in die nahegelegenen Gemeinde Les Angles fahren, welche rund 5 Kilometer entfernt.

Und siehe da: Der See existiert, er ist nur gut versteckt.

 

Denn zwischen See und Campingplatz „du lac“ befindet sich eine kleine Staumauer.

So hat man tatsächlich vom Campig aus weder Sicht, noch Zugang zum Wasser.

Wir sind verwundert.

Les Angles ist eine Gemeinde mit knapp 500 Einwohnern. Es gibt einen kleinen Supermarkt und ein SPAR. Mindestens zwei Sportgeschäfte mit Schwerpunkt Wintersport. Ein Bäcker, zwei Metzger und ein Käse-Weinspezialitäten Händler. Bestimmt gibt es noch viel mehr, aber mit dieser Auswahl geben wir uns zufrieden. Das Motorrad stellen wir ab und laufen zu Fuss durch die „ausgestorbene“ Hauptgasse. Typisches Skigebiet ausserhalb der Saison. Alles läuft auf Sparflamme und die Strassen sind Menschenleer. Kein Wunder sind die meisten Läden geschlossen. Auch beide Metzger haben zu (und öffnen heute auch nicht mehr). Der kleine Supermarkt überzeugt uns nicht wirklich mit was „frischem“. Hier können wir Chips und Bier kaufen (das wahrscheinlich grösste Bier, welches ich je getrunken habe). Und jede Menge alltägliches.