Luftwirbel traveling... to Pyrenees

Reisetagebuch

Camargue - Pyrenäen oriental

Verschiebetag:

 

13.09.2018

Andorra

 

107 Kilometer:

Die ganze Nacht über hat es geregnet. Noch tröpfelt es sozusagen die letzten Tropfen vom Himmel. Im Schlafsack ist es schön warm.

 

Frühstücken, aufräumen und wieder eine Grundordnung im Kofferraum herstellen.

Es ist unglaublich. So ein Chaos haben wir auf Reisen selten. Auf dem Motorrad  haben wir nur einen begrenzten Platz. Für Unordnung bleibt da nicht viel Spielraum. Im Kofferraum des Peugeot hingegen haben wir viel zu viel Platz und die „definierte, logische Packordnung fehlt noch.  

Nach dem Frühstück bezahlen wir die Rechnung und stellen das Gespann draussen auf den grossen öffentlichen Parkplatz.

 

Bevor wir uns nach Andorra verschieben, wollen wir noch die kleine Runde Railleu fahren.

Martin schwingt sich auf die Ténéré, ich mich hinten drauf und los geht’s.

Wunderschönes Strässchen zum Enduro wandern. Traumhaft.

 

Wir sind alleine. Das erste Mal in diesem Urlaub, wo es keine anderen Menschen, Autos oder sonst was gibt. Einfach schön. Wir geniessen es. Landschaftlich eine Augenweide.

Auch dieser Tipp des katalanischen Pärchen ist absolut toll.  

Zurück von unserem „Kurztrip“ verlädt Martin die Ténéré auf dem Hänger und ich bereite währenddessen einen kleinen Mittagessen-Snack vor.  

Gestärkt fahren wir nach Andorra.

Direkt hinter der Grenze zum kleinen Fürstentum bringt uns das Bergdorf Pas de la Casa, welches auf 3081 Meter über Meer liegt, zum staunen.

 

Das Dorf liegt 326 Höhenmeter unter dem höchsten Strassen-Gebirgspass der Pyrenäen, dem Port d’Envalira auf 2407 müM.

 

Es gibt einfach Dinge, die erwartet man nicht. Wenn ich auf einen über 2000 Meter hohen Pass fahre, und da sticht mir ein riesen Einkaufscenter ins Auge, dann bin ich (Navigator) und der Fahrer Martin leicht bis mittelstark verwundert. Im Bergdorf Pas de la Casa gibt es zudem über 30 Hotelanlagen und Ferienwohnungen.

 

Ich hab noch nicht mal ein Foto geschossen.

Vor lauter staunen und dem daraus resultierendem „verlorenen“ Strassenverlauf biegen wir im Kreisel rechts ab. Die Strassen führt uns nun direkt in einen 2860 Meter langen Tunnel. Das wars wohl mit der Passstrasse.

 

Am unteren Ende des Tunnels wird abgerechnet; 6.70 Euro. Naja, was bleibt anders übrig. Wir zahlen und wundern uns noch mehr. Dazu aber später.

Was auch sofort auffällt, die meisten Häuser sind aus Stein. Die ganzen Städte bestehen aus Steinhäuser. Schon schön und irgendwie sehr speziell. Diesen "Fake" werden wir aber im laufe der Zeit hier noch berichtigen.

Kurz nach El Serrat biegen wir scharf von der Hauptstrasse ab, und erreichen einen Parkplatz mit Tourist-info (geschlossen). Hier scheint die Strasse zu Ende zu sein. Lediglich ein Wanderweg/Schotterpiste führt an der Tourist-info weiter. Das Auto und die Motorräder stehen hier sicher.

 

17:50 Uhr. Wir packen unsere Rucksäcke. Necessaire, Duschtuch, Schlafsäcke und unser Picknick für den morgigen Tag. Eine 1.5-Liter Flasche Wasser, die Elektronikgeräte (Garmin, Natel, Foto-Kamera) und obendrauf die zwei Magic-Decks.