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Luftwirbel Traveling ... Island

Island-06

Mittwoch 01.09.2021

In Quarantäne

Island-06

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Wir haben wunderbar geschlafen.

 

Hilde bringt uns ein Frühstückskörbchen. Mega liebevoll gemacht.

Warme Pfannkuchen und selbstgebackenes Brot mit Butter und Marmelade. Zwei Eier, Milch, Orangensaft, Käse, Schinken, und Früchte können wir aus dem Körbchen nehmen. Richtig Richtig Toll :-) Vielen herzlichen Dank.

Martin richtet sich zum lernen ein. Ich drücke ihm ein Kuss auf die Lippen, packe die Fotoausrüstung und bin dann mal weg. Für die nächsten Stunden werde ich unten auf der Pferdewiese zu finden sein. Da will ich das gelernte in die Praxis umsetzten und mich mit dem Handling von Stativ und Filter vertraut machen.

Zu meinem Erstaunen entdecke ich nicht die typischen Island Ponys, so wie man sich das (oder ich zumindest) vorgestellt habe. Die Herde ist ein bunter Mix aus allen möglichen Rassen.

Neugierig beobachten sie mich aus der Ferne.

Es dauert nicht lange, bis die Neugierde der Pferde grösser als die Scheu ist, und so nähern sie sich Stück für Stück, bis ich plötzlich inmitten ihrer Herde stehe.

Die Weide ist riesig. Die Pferde aber bleiben über Stunden in meiner Nähe. Sie sind einfach da - tun das, was Pferde so tun und ab und zu kommt das eine oder adere wieder ganz nah und will die "Kamera fressen". Wunderschön im Einklang mit diesen Tieren zu fotografieren.

Kleine Filter-Kunde

 

Pol-Filter:

Ihre Funktion besteht darin, die Reflexion auf nichtmetallischen Oberflächen zu reduzieren, um die ursprüngliche Farbe und Textur eines Objekts sichtbar zu machen. Auch, oder vorallem unter Wasser ganz interessant.

ND-Filter:

Auch Neutraldichte oder Graufilter genannt.

Dank der Verwendung von Graufiltern kann ich die Verschlusszeiten verlängern oder größere Blenden verwenden. Bei längerer Belichtung verwischen Wolken oder Wasser erscheint seidig.

Wir haben zwei „Stufen“ gekauft. ND 64 und ND 1000. Die Unterschiede sind enorm und machen das experimentieren zu einer wahren Freude.

GND Filter:

Verlaufs-Filter sind an einem Ende abgedunkelt und am anderen Ende durchsichtig. In der Mitte des Filters verlaufen diese beiden Flächen ineinander, von dunkel zu klar. Dieser Verlaufsübergang wird dazu benutzt, die Belichtung einer Szene auszugleichen, die natürlich aus einem hellen Abschnitt (Himmel) und einem dunkleren Abschnitt (Vordergrund) besteht.

Unter Galerie findest Du weitere Fotos von Pferden, Schafen, Blümchen und Landschaften vom heutigen Übungstag.



Zurück zu Martin. Es ist bereits Mittag. Wir schnabulieren eine Kleinigkeit. Zudem haben wir eine Mail von covid.is erhalten und werden aufgefordert am Freitag unser dritter und letzter Folgetest zu machen. Wo? Das ist uns überlassen. Während Martin weiter lernt, plane ich den "Freitag". Wo können wir so einen Test machen - wie sind die Öffnungszeiten, welche Strecke wollen wir fahren?

Es gibt 3 Testcenter, welche für uns in Frage kommen könnten. Das erste liegt in Egilsstaðir. Dazu müssten wir die 200 KM von gestern zurückfahren. Das macht für uns relativ wenig Sinn. Die anderen beiden liegen Nordwestlich von uns. Das eine in Húsavík – 150 Kilometer und das andere in Akureyri – 225 Kilometer.

Ich weiss jetzt nicht mehr genau warum, aber für das Testcenter in Húsavík gab es irgendein Grund, warum das für unser Test nicht in Frage kam.

 

Die Öffnungszeiten von Akureyri: 9:00 bis 11:00 Uhr. Zu spät kommen ist keine Option, denn dann müssten wir Samstags zum Test und würden voraussichtlich erst am Montag das Ergebnis erhalten. Egal wie, aber wir müssen Freitag bis ca. 10:30 Uhr in Akureyri sein.

 

Das wird für uns sportlich. 220 Kilometer legen wir normalerweise an einem kompletten Reisetag zurück. Und wenn gemäss Routenplaner für die Strecke 3 Stunden benötigt wird, so benötigen wir mindestens doppelt so lange mit Fotostopps und Genusspausen. Wir wollen ja  nicht einfach„blind“ durchrasen.

Auf dem Weg nach Húsavík, bzw. Akureyri läge eine der Offroadrouten aus dem Offroad-Reiseführer von MDMOT. Diese würden wir gerne fahren. Die Zeit für die 36 Kilometer Piste können wir nicht abschätzen. Es ist von einer nicht mehr gepflegte, anspruchsvollen Piste die Rede.

Wir müssten also sehr früh, noch vor dem Frühstück aufbrechen. Das ist Quatsch – das werden wir nicht tun. Ich mache mich auf Suche nach einem abgelegenen Campingplatz in nähe Akureyri und programmiere die Route in die Garmins.

Durch die Zeitverschiebung (19 Uhr in Deutschland – 17 Uhr in Island) beginnt Martins Abendkurs gefühlt mitten im Nachmittag.

Danach machen wir einen gemeinsamen Abendspaziergang zu den Schafen. Natürlich mit der Kamera.

Essen kochen.

Ein Magic Packwar spielen. Zur Abwechslung gewinne ich auch mal. Vielleicht hat das ja damit zu tun, dass wir "festen" Boden unter den Füssen haben.

Auf Nordlichter warten (bis 23 Uhr) und dann ab ins Bett.

 

Island ist ein kleines Land mitten im riesigen Atlantik. Daher wird das Wetter stark von den Meeresströmen beeinflusst. Das Wetter kann dadurch extrem wechselhaft sein. Es lohnt sich daher ab und zu ein Blick auf weather.is zu werfen, um gezielt dem nächsten Regenschauer auszuweichen.

Weather.is bietet aber viel mehr als nur ein bisschen Wettervorhersage. Auch der Strassenzustand oder die Nordlicht-Wahrscheinlichkeit, kann man auf der Seite prüfen. Und das ist echt cool. Heute wäre die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, wäre da nicht eine geschlossene Wolkendecke. Schade. Aber es bleiben ja noch ein paar Tage - und wer weiss - vielleicht haben wir das Glück auf Island doch noch eine Aurora Borealis zu sehen.


Gute Nacht

Grásteinn guesthouse

Cottage

= 45.000 Isländische Kronen

für 2 Personen/2 Nächte

inkl. Frühstück

= 81 Euro pro Person pro Nacht

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