Luftwirbel traveling...  offroad    

Stäuben im Piemont_2015

Es gibt heutzutage für alle möglichen Gruppierungen Urlaubsangebote.

Besonders Kinderfreundliche Hotels oder mit spezieller Behandlung für den Wuffi.

 

Dieter und ich beschliessen, einen artgerechten Urlaub für unsere Motorräder zu machen.

Ziel: Piemont/Ligurien; Stäuben im Französisch-Italienisches Grenzgebiet.

 

Dieter und seine HP2 waren schon öfters dort und kennen sich bestens aus. Für die Ténéré und mich hingegen Neuland.

Und nicht nur das „Land“ ist Neuland, sondern auch die geforderte Fahrweise.

Was meine Gelände-Fahr-Erfahrung angeht, werde ich neue Erkenntnisse gewinnen, oder zwangsläufig erlernen.

 

Offroad-Fahren kann man in der Schweiz, ausser in teuren Kursen, kaum üben. Der Hinterst und letzte Bauernhof hat hier bereits eine asphaltierte Zufahrt.

 

Die wenigen Naturstrassen sind meist mit einer Rot-Weissen-Tafel bestückt, und dort wo’s keine hat, befindet man sich schnell in der Grauzone des allgemeinen Waldfahrverbot's.

 

Es gibt nur wenige Ecken, wo man auch hier, in der schönen Schweiz, legal auf Naturstrassen ein paar KM fahren (stäuben) darf/kann.

 

Für mich, als Gelände-unerfahrene Fahrerin bieten diese gepflegten Naturstrassen eine ideale Möglichkeit, mich mit dem losen Untergrund anzufreunden. Mit Schotter, Offroad oder Geländefahren haben sie jedoch nichts gemeinsam. Und genau deshalb nehmen wir die 500 km ins Piemont auf uns.

 

 

Frühzeitig bekommen unsere „Lieben“ neue Finken. Dieter schwört auf den TKC und die Ténéré kriegt einen neuen Heidenau K60 Scout, welcher sich auf dem Weg zum Nordkapp bewährte.

 

Allgemeiner Check und Abklärungen, wie sich bei meiner ABS-Ténéré das ABS deaktivieren lässt. ABS ist was tolles auf einer Asphaltstrasse, auf Schotter jedoch, wie ich schon beim eigenen Leib feststellen musste, kontraproduktiv.

Vorwort & Vorfreude

Nun kann's losgehen. Ich bin ein bisschen „nervös“, denn ich hab schon viel von der Assietta und der Ligurischen Grenzkammstrasse gehört/gelesen und bin mir noch nicht sicher, ob mein fahrerisches „Können“ genügt.

 

Gut zu wissen: Ich brauche keine Angst zu haben; ich bin in guter Begleitung. Dieter fährt schon seit Jahren mit dem Motorrad im Gelände, und war schon mindestens 8 mal auf der Ligurischen. Jedes Jahr zieht es ihn und sein bester Freund „Pesche“ zum Stäuben und Offroad fahren ins Piemont.

Dieter ist sich bewusst, dass er nun mit einer unerfahrenen Endurofahrerin unterwegs sein wird. Wir werden es langsam auf „einfacheren“ Pisten angehen.

Ob wir uns gegen Ende der 10 Tage auf die Ligurische wagen, werden wir Anhand meines „Könnens“ entscheiden.

Wir haben keinen Stress und „müssen“ nichts erzwingen. Wir wollen einen schönen Urlaub und sind einfach mal gespannt, wie ich mit dem „Untergrund“ zurecht komme.

Ich vertraue Dieter, und weiss, dass er vernünftig abschätzen kann, wie viel er mir zumuten kann.

 

Ich freue mich, dass es nun los geht.