Luftwirbel traveling... offroad   

Stäuben im Piemont_2016

Soziatag: Col du Parpaillon

Heute steht der berühmt-berüchtigte Scheiteltunnel des Col du Parpaillon auf unserem Programm.

 

Dieter kennt die Tücken des Tunnels, welcher sich auf 2632müM in den französischen Alpen befindet.

Da die Anfahrt gute 60KM asphaltierte Hauptstrasse beinhaltet, muss Betty beim Hotel warten. Das ist nix für einen 2-Takt und Horror für den Fahrer. Bei 70 KM/h heult der Motor….rängdädängdän….

 

Dieter fährt auf der Ténéré und ich mache es mir mit Fotoapparat bewaffnet hinten drauf als Sozia bequem. So ab und zu geniesse ich das richtig, auch mal, einfach «mitzufahren».

Mit der Ténéré ist die Anfahrt ein Zuckerschlecken. Schon bald erreichen wir Embrun im Durance-Tal.

Ein wunderschönes, schmales Strässchen schlängelt sich nach Crévoux hoch. Schon bald danach geht es in Schotter über.

Ich freue mich so sehr über meine Ténéré, die mit Ihren 660 cm³ (48 PS) und zwei Personen im Sattel tapfer durch den Schotter pflügt. Toll. Dieter fährt sicher und ich fühle mich Pudelwohl, geniesse die Landschaft und mache viele Fotos.

Erst in den letzten Metern, nach der letzten Kurve, sieht man den Scheiteltunnel, die „Galeria Papillion“. Damals als Militärische Versorgungstrasse taktisch klug gebaut.

Das innere dieses unbeleuchteten Tunnels ist nicht zu unterschätzen. Grosse Pfützen, schlammige Passagen oder solide Eisplatten. Man weiss es nie so genau, was einem in diesem stockfinsteren schwarzen Loch erwartet. Es darf ganzjährig mit Eis gerechnet werden.

Der Einzylinder widerhallt an den Tunnelwänden.

Nach 500m erreichen wir das Tageslicht der Südostseite.

Ein Lenkstangengeiferi geniesst die Aussicht. Wir wechseln ein paar Worte. Er ist aus Lindau. Zweifellos, das sind die wahren Helden, die hier mit dem Velo hochtrampeln.

Die Schotterpiste führt über 10 Km runter nach Châtelard im Ubaye-Tal.