Luftwirbel traveling... offroad   

Stäuben im Piemont_2017

Staub-Tag 1:                                                                                                                 138.5 KM

Mit Zählerstand 13'400 KM erblickt meine "neue" ALP4.0 die Sonne von Cesana.

WOW, Supertolles Wetter. Stahlblauer Himmel.... heute wird es wieder über 30°C.

 

Wie gewohnt düsen wie zuallererst die 35 KM Asphalt nach Susa. Von dort direkt hoch zum Colle delle Finestre. Die vielen Spitzkehren gleich zu Beginn gingen letztes Jahr mit der Ténéré sehr gut, aber kein Vergleich zur Alp4. Links-Rechts-Links...und schon sind wir oben.

Wir trauen unseren Augen kaum:

Strada Assietta geschlossen nach Erdrutsch (vom 20.9.2016 bis Ende der Sanierung). Aufmerksame Leser erinnern sich an den Tagebucheintrag vom 18.9.2016. Da standen wir schon an jener Grölllawine und kehrten um.

Wir setzten uns auf die Bank bei der Beiz, beobachten das geschehen und unterhalten uns mit anderen. Wir sind nicht die einzigen, die sich unsicher sind.

Die einen reden was von Polizeikontrollen beim Colle del Assietta. Andere zeigen uns Bilder mit den Steinbrocken und erklären, mit leichten Motorräder kommt man da schon irgendwie durch.

Und so versuchen wir es...... und werden es nicht bereuen. Die Kammstrasse ist in einem schon fast zu guten Zustand. Bagger und co haben ganze Arbeit geleistet. Keine Hindernisse, keine Polizei und so gut wie kein Verkehr. TIP TOP – Wunderbar.

Runter nach Sestriere, wo wir uns einen kleinen Snack gönnen.

 

„Und was machen wir die nächsten zwei Stunden?“, fragt Dieter. „Lago Nero“. Diese Antwort war zu erwarten.

 

„Und dann Colle Bercia?“ fragt er mich fordernd. Ich atme tief durch: „ Ich weiss es noch nicht“. Letztes Jahr mit der kleinen Xtrainer gings ja auch... aber die ALP 4.0 fährt sich ja doch nochmals ein bisschen anders. „Lass es mich vor Ort und Stelle entscheiden“.

 

So fahren wir nach einem kleinen Tank-Stopp nach Bousson.

 

Mit meiner „neuen“ ALP hoch zum Lago Nero....Yeahhh....Wunderbar...das macht auch mit Ihr einen Höllen FUN. Und irgendwie muss ich nicht lange Überlegen, ich fühle mich Sau-wohl, so steuere ich direkt die steilen Spitzkehren zum Colle Bercia an. Ein-zweimal muss ich kurz füsseln, doch es geht auch mit der ALP super.

Es beginnt zu tröpfeln, wir fahren Richtung Sagna Longa runter. An der Ruine vorbei. Mein Tempo; Welten zu den Vorjahren. Wie von Zombies verfolgt, „jage“ ich Dieter. Das Rockt!. Ich fühle mich EINS mit der Maschine, Dieter staunt nur noch. Ich bin HAPPY

Eigentlich wollten wir die Bikes mal tauschen, damit auch Dieter die Alp fahren kann, doch mir ist nicht nach tauschen. Ich will mit der ALP gleich nochmals hoch zum Colle Bercia. Mit ordentlich Speed brettern wir über die Steine.

Natürlich würde ich sofort noch ein drittes Mal da hoch, doch genug ist genug. Die Xtrainer fährt bereits auf Reserve, das Gewitter kommt immer wie näher und auch wenn ich's nicht wahrhaben will, so langsam schwinden die Kräfte und die Konzentration.

Zurück zum Hotel. Perfektes Timing: Blitz, Donner und Regen.